segundo premio

Campiña

Juan und sein Tod traten stolpernd, wie mit großen Schritten, in mein Leben. Juan, weil er mit dreiundzwanzig in mein Leben trat, als man mir im Dorf bereits den Spitznamen Emilia La Milagrosa gegeben hatte. Und sein Tod, weil der Arme mitten in der Dürre in den Brunnen fiel. Als ich hinunterblickte, hörte ich meinen Juanito sich die Kehle aus dem Leib schreien. Voller Angst drehte ich den Deckel zu und deckte den Brunnen ab, nur für den Fall, dass sich der kleine Schlingel wieder aufrappeln würde. Was für ein großes Leid! Aber mit den Kindern, die schon selbst Eltern waren, sah ich mich nach so viel Leid nicht mehr in der Lage, die goldene Hochzeit zu feiern.

Nach drei Tagen ging ich zu ihm. Er war nicht auferstanden. Ich warf ihm einen Rosenkranz, ein Bildchen der Milagrosa und einen Schuss Brandy aus Jerez zu. Den Rest der Flasche behielt ich für mich. Er hatte keinen guten Tod, aber über die Beisetzung kann er sich nicht beschweren.

Miguel Campos Martín

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