Rund zweitausend Kurzgeschichten aus 28 Ländern bewarben sich um die Preise.
Angesichts der wesentlichen Übereinstimmungen des mit dem ersten Preis ausgezeichneten Werks „Amada mamá“ mit einer anderen, bereits veröffentlichten Kurzgeschichte, die bei einem anderen Wettbewerb gewonnen hat, hat die Jury des XIII. Internationalen Kurzgeschichtenwettbewerbs Cardenal Mendoza beschlossen, dem genannten Werk den Preis abzuerkennen und ihn stattdessen an „Dicotomía post mortem“ zu vergeben. Die Preisträgerliste sieht somit wie folgt aus:
Erster Preis: „Dicotomía post mortem“. Es handelt sich um eine Kurzgeschichte mit eschatologischem Charakter und einem feinen Sinn für Humor. Der Autor ist Esteban Torres Sagra, ein Beamter im Staatsdienst mit Wohnsitz in Úbeda. Als Schriftsteller hat er verschiedene Preise für Lyrik und Prosa gewonnen und mehrere Bücher veröffentlicht.
Zweiter Preis: „De locos“, eine Neuinterpretation von „Alice im Wunderland“, geschrieben im viktorianischen Stil von Lewis Carroll. Das Werk stammt von der katalanischen Autorin M. Carme Marí Vila (Barcelona, 1969).
Dritter Preis: „Con el escalpelo“ von Jesús Jiménez Reinaldo (Tudela, Navarra, 1962), ein Krimi, der mit beunruhigender Präzision erzählt wird.
Auszeichnung „Cardenal Mendoza Non Plus Ultra“ für die Kurzgeschichte, die das Image des Brandys aus Jerez am besten zur Geltung bringt: „Qué va a ser“ von Sergio Rozalén Gil (Valencia, 1972), wohnhaft im Vereinigten Königreich. Seine Erzählung lässt das philosophische Gespräch zwischen einer Konsumentin von Brandy aus Jerez und einem Kellner wiederaufleben.
Die Jury unter dem Vorsitz von Mauricio Gil Cano setzte sich zusammen aus den Dichterinnen Josefa Parra Ramos, Direktorin der Fundación Caballero Bonald, und Ana Sofía Pérez-Bustamante Mourier, Doktorin der Literaturwissenschaft, Forscherin und Kritikerin, sowie dem Erzähler, Professor und Kritiker José López Romero und Francisco Javier Requejo Bohórquez, Geschäftsführer von Sánchez Romate Hnos. S. A.
Beim Cardenal-Mendoza-Wettbewerb wurden diesmal 1836 Kurzgeschichten aus 28 Ländern eingereicht. Die Entscheidung der Jury und die prämierten Kurzgeschichten können auf der Website https://www.cardenalmendoza.com/es/blog nachgelesen werden. Der Cardenal-Mendoza-Wettbewerb hat sich mit seiner einzigartigen Verbindung von Kurzgeschichten und Sherry-Brandy als Referenz in der spanischsprachigen Kurzgeschichtenszene etabliert.