Roberto Marín Luque (Reus, Tarragona, 1978) hat mit „Noche jerezana“ den ersten Preis des XIV. Internationalen Wettbewerbs für Kurzgeschichten „Cardenal Mendoza“ gewonnen. Diese Kurzgeschichte erneuert die Tradition des besten spanischen absurden Humors, in der der Brandy aus Jerez eine beruhigende Rolle spielt. Marín Luque lebt seit vierzig Jahren in Andalusien, hat einen Abschluss in Kunstgeschichte von der Universität Sevilla, ist Lehrer für Geografie und Geschichte und hat mehrere Bücher mit Erzählungen, Gedichten und Essays veröffentlicht. Er wohnt in Alcalá de Guadaira (Sevilla).

Der zweite Preis ging an „Sobrevivir a papá, eine grausame Kurzgeschichte, die mit der für den „schmutzigen Realismus“ typischen Unverblümtheit treffend erzählt wird. Der Autor ist Pedro Pablo López Pertíñez (Granada, 1982).

„Instrucciones para la melancolía (Homenaje a Cortázar)“, ein Original von Francisco Xavier Lama López aus Santiago de Compostela (La Coruña), gewinnt den dritten Preis. Die Jury würdigte seine tiefe Lyrik, ganz im Stil des großen argentinischen Erzählers.

Die Auszeichnung „Cardenal Mendoza Non Plus Ultra“ für die Kurzgeschichte, die das Image des Brandys aus Jerez am besten zur Geltung bringt, ging an „La travesía del holandés“ von Francisco C. Ayudarte Granados aus Motril (Granada). Es handelt sich um eine Anspielung in Kurzform auf den Roman „Moby Dick“ und dessen Protagonisten, den Walfänger.

Die Jury unter dem Vorsitz von Mauricio Gil Cano setzte sich zusammen aus den Dichterinnen Josefa Parra Ramos, Direktorin der Fundación Caballero Bonald, und Ana Sofía Pérez-Bustamante Mourier, Doktorin der Literaturwissenschaft, Forscherin und Kritikerin; sowie aus dem Erzähler, Professor und Kritiker José López Romero, dem Generaldirektor des Regulierungsrats für Brandy de Jerez, César Saldaña, und Francisco Javier Requejo Bohórquez, dem Geschäftsführer von Sánchez Romate Hnos. S. A.  

Beim Cardenal-Mendoza-Wettbewerb gingen diesmal 1983 Kurzgeschichten aus 31 Ländern ein. Die Entscheidung der Jury und die prämierten Kurzgeschichten können auf der Website https://www.cardenalmendoza.com/es/blog nachgelesen werden. Der Wettbewerb Cardenal Mendoza hat sich mit seiner einzigartigen Verbindung von Kurzgeschichten und Sherry-Brandy als Referenz in der spanischsprachigen Kurzprosa etabliert.

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