
Brindis
Wusstest du? Man sagt, es sei wunderbar, herrlich, einen Brandy in Einsamkeit zu genießen; dass es nichts Schöneres gibt, als dies in einem Sessel sitzend zu tun, mit einer kleinen Decke über den Beinen, am Kamin, dem Knistern des Holzes im Feuer lauschend; das ist das Tüpfelchen auf dem i, wenn Regentropfen an die Scheiben des großen Fensters trommeln und man den Duft von nasser Erde wahrnimmt, der die Melancholie vertreibt. Doch selbst so ist es mir kein Vergnügen, ein Glas Brandy aus Jerez ohne deine Gesellschaft zu trinken. Und doch muss ich es heute trinken, um auf deinen Abschied anzustoßen.
Niemand ist zu Hause, außer deiner Abwesenheit und mir. Also werde ich mich vor den Spiegel stellen, um mich nicht allein zu fühlen, wenn ich mein Glas zum Anstoßen erhebe. Ich werde Schluck für Schluck trinken – einen für jede Erinnerung an dich –, und mich danach sehnen, dich zu streicheln und dich neben mir zu spüren, wie du mich ansiehst und mein Schweigen wie kein anderer verstehst. Ich werde dein Bellen so sehr vermissen…
Juan Carlos Pérez López